BERUFSFRAU.CH
Um Beruf, Leben und Familie

Prioritäten setzen - nicht einfach, aber nötig

Prioritaeten setzen

Multi-Tasking, ein Zauberwort oder ein Reizwort - je nachdem. Wenn Sie in Ihrem Arbeitstalltag und Privatleben ständig als Multi-Taskerin zu Fuss sind, werden Sie dieses Wort sicher wenig schön finden und es mit einer latenten Überforderung in Verbindung bringen. All diese Pflichten, Listen, Termine, Forderungen - wie bekommen Sie Licht in den Dschungel?

Auch wenn alles furchtbar wichtig zu sein scheint, sofort erledigt werden muss, kommen Sie nicht umhin, Prioritäten zu setzen. Schliesslich können Sie nicht drei Sachen gleichzeitig - und auch noch gut - machen. Wenn Sie aber ein System aufbauen, werden Sie merken, dass Ihre Aufgaben sehr viel flüssiger und befriedigender zu erledigen sind. Also ist es Ihre Aufgabe, jeden Tag oder zu Beginn der Woche eine Liste zu erstellen, auf der Sie ganz klar nach Wichtigkeit geordnet Ihre anstehenden Aufgaben nieder schreiben. Dass häufig spontan und unerwartet Dinge auf Sie einstürzen, ist klar, aber Sie sollten dennoch Ihre Liste immer im Hinterkopf - oder an Ihren PC geheftet - haben, sonst gehen Sie ganz schlicht unter.

Was ist wichtiger: ein Gespräch mit Kollegen oder die Charts?

Prioritäten zu setzen, fällt natürlich am leichtesten, wenn man nur wenige Posten "abarbeiten" muss, und dies in einer relativ störungsarmen Atmosphäre. Sie sind gut dran, wenn Sie in Ihrem Home Office ganz in Ruhe und nach Ihrem Tempo die Dinge erledigen können, die getan werden müssen: Korrespondenz erledigen, sich Infos für den Tag besorgen und dann Ihre Aufträge bearbeiten. Pausen und Zerstreuungen sind hier natürlich absolut erlaubt, denn Sie haben wenig, was Sie von aussen noch belastet oder belästigt. Anders sieht es natürlich aus, wenn Sie in einem Büro mit mehreren Kollegen sitzen, diverse Telefone schrillen, es kommt immer jemand herein. In einer solchen Atmosphäre gezielt zu arbeiten, fällt deutlich schwerer als in Ihrem eigenen Office. Aber auch oder gerade hier müssen Sie sehen, dass Sie alles schaffen. Wie geht das am besten?

Ablenkungen identifizieren - und meiden

Wenn Sie, was ganz spannend und gar nicht "buchhalterisch" ist, einmal den Tag Revue passieren lassen und aufschreiben, wie viel Zeit Sie womit verbracht haben, werden Sie staunen, wie viel Zeit doch mit "Nutzlosem" verbracht wird. Nutzlos ist ein hartes Wort, aber wenn dafür andere Dinge unerledigt bleiben, ist des eben nicht Ziel führend, und es kann sich ein Berg von Aufgaben ergeben, der Sie schier erschlägt. Versuchen Sie also, Nutzloses oder Ablenkendes zu identifizieren und reduzieren. Zum Beispiel wären dies folgende Dinge: am Kaffeeautomaten einen Plausch über das Wetter halten, Spiele am PC spielen, das Horoskop ausführlich studieren, Bilder von Reisezielen betrachten etc. Diese beliebige Auswahl soll Sie nicht dahin zwingen, ein reines "Arbeitstier" zu werden, sie soll vielmehr zeigen, wo wir alle uns - gerne - ablenken lassen. Aus einer Ablenkung werden viele, die sich in Stunden umrechnen lassen!

Tipp

Vielleicht gehören Sie auch zu den Menschen, die erst unter extremem Zeitdruck richtig in Fahrt kommen, 5 vor 12 sozusagen. Wenn das so ist, müssen Sie es wohl akzeptieren, aber probieren Sie doch einmal die Nerven schonendere Variante aus, Wichtiges umgehend zu erledigen. Dann dürfen Sie auch wieder Ihr Horoskop studieren.

Bildquelle: ClkerFreeVectorImages / pixabay.com

Submit to DeliciousSubmit to DiggSubmit to FacebookSubmit to Google PlusSubmit to StumbleuponSubmit to TechnoratiSubmit to TwitterSubmit to LinkedIn