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Workoholism - nichts für mich!

Workoholism

Dass man nach der Arbeit süchtig werden kann, ist bekannt. Es wird aber trotzdem mit einer gewissen Bewunderung quittiert, wenn jemand viel schafft, tüchtig und ambitioniert ist. Wo verläuft genau die Grenze zum Workoholismus, und wie können Sie vermeiden, zur "Süchtigen" zu werden?

Dass Sie die Arbeit sehr wichtig nehmen, ist gut, denn nur so kann sie Ihnen auch etwas geben. Sich in ein Gebiet wirklich hinein knien, alle Aufgaben wirklich 100 Prozent anzugehen, das wird nicht nur in vielen Firmen verlangt, das ist oft auch de eigene Anspruch. Wenn Sie mit Ihrem Job zufrieden sind, machen Sie sicher auch gerne mehr als nur "nine to five", vor allen Dingen, wenn Sie selbständig sind. Es kann aber auch sein, dass die Arbeit einen zu grossen Raum in Ihrem Leben einnimmt, und Sie auch das Gefühl bekommen, dass Sie nichts Anderes mehr schaffen oder - noch schlimmer - nichts anderes mehr wollen. Das wäre der Punkt, an dem Sie sagen müssten, dass Sie stark in Richtung Workoholic tendieren, wobei auch eine klassische Suchtliste ganz hilfreich sein kann, um feststellen zu können, wie gefährdet Sie sind.

Merkmale einer Sucht

  • Auch im privaten Bereich sprechen Sie fast nur von der Arbeit
  • Sie denken auch abends oder am Wochenende sehr viel an die Arbeit, an Projekte, Meetings etc.
  • Sie haben Ihre Hobbys stark reduziert, weil einfach keine Zeit mehr dazu vorhanden ist
  • Sie werden im Urlaub unruhig, da Sie finden, dass sie "nichts" tun

Wie Sie sehen, sind, wenn Sie einigen Punkten zustimmen müssen, durchaus Ähnlichkeiten zu einer Sucht nach Stoffen anderer Art zu erkennen. Fangen Sie an, Ihr Leben umzukrempeln - langsam, aber bewusst.

Ein Tag ohne Arbeit pro Woche

Gerade Selbständige, aber auch viele Festangestellte, sind ständig mit etwas beschäftigt, was mit der Arbeit zu tun hat. Fachartikel lesen, ein Meeting am Sonntag vorbereiten, nachts noch schnell die beruflichen Mails checken: Es dreht sich alles um den Job - und das jeden Tag. Dass Sie mit dieser Art zu leben irgend wann an Ihre Grenzen stossen, die Arbeit Sie dominiert, statt Freude zu bereiten, dürfte klar sein. Steuern Sie dem entgegen, auch den Erwartungen von Kunden, Kollegen oder Vorgesetzten. Es muss ein "genug" geben, und das können im Grunde nur Sie festlegen. Eine gute Idee wäre also, einen Tag pro Woche als "arbeitsfreien Tag" zu deklarieren, vermutlich der Sonntag.

Es gibt so viele schöne Dinge zu tun

Geniessen Sie bewusst, dass Sie einmal nichts tun, was mit der Arbeit zu tun hat. Laden Sie ihre Batterien gezielt und genussvoll auf, indem Sie einen faulen Tag am See verbringen, mit Freunden ein Picknick veranstalten oder ein spannendes Buch lesen, da so gar nichts mit Ihrem Alltag und Ihrem Job zu tun hat. Die Arbeit bringt Geld, Anerkennung und Freude, ja, aber andere Dinge gehören auch zum Leben. Finden Sie heraus, was für Sie das Richtige ist, dies kann eine Reise in ein Land der neuen Erfahrungen sein: Lernen Sie Kanu fahren oder Seidenmalerei, verbringen Sie einen Teil Ihrer freien Zeit mit Nichtstun.

Tipp

Wenn Sie ein "schlechtes Gewissen" beim Nichtstun haben, sehen Sie es als ein Aufladen Ihrer Batterien an!

Bildquelle: Greyerbaby / pixabay.com

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